


Stylist und Haarprofi ist ein Lehrberuf und reglementiertes Gewerbe in Österreich. Die amtlich geführte Berufsbezeichnung lautet Friseur/in und Perückenmacher/in (Stylist/in).
Weitere Titel sind Friseuse, Stylist, Coiffeur – je nach Region und Kontext, auch in englischsprachig Hairdresser & Wigmaker genannt.
Im modernen Berufsbild Stylist sind enthalten die traditionellen Ausbildungen Friseurhandwerk und Perückenfertigung, ergänzt durch Haut- und Nagelpflege sowie dekorative Kosmetik. Dazu gehören das Make-up sowie Styling von Wimpern und Augenbrauen.
Zu den Erwartungen zählen Freundlichkeit, gepflegtes Erscheinungsbild und höfliches Auftreten, ebenso Modebewusstsein, Handgeschicklichkeit und Fingerfertigkeit. Gestalterisches Talent sind ebenso gefragt wie Kommunikationsstärke, selbstbewusstes Auftreten und Kundenfokus.
Unempfindlichkeit der Haut ist erforderlich, da mit zahlreichen chemischen Produkten gearbeitet wird, die empfindliche Haut beanspruchen. Außerdem kommt hinzu, dass der Beruf mit langem Stehen verbunden ist.
Ein Herrenfriseur alter Schule (aus dem Italienischen barbiere bzw. Französischen barbier, von dem Ausdruck „barbarius“ aus dem Spätlatein für Bartbehandler, abgeleitet von lateinisch barba „Bart“), wurde frühneuhochdeutsch auch Barbierer genannt.
Der Barbier ist auf Männer spezialisiert, er schneidet, frisiert oder rasiert das Barthaar und ist in Deutschland im Gegensatz zum Friseur kein anerkannter Handwerksberuf. Für Dienstleistungen am Haupthaar ist laut deutschem Recht eine dreijährige Lehre samt Prüfung gesetzlich notwendig.
Zur Zeit des Mittelalters bis in die frühe Neuzeit hinein fanden sich Barbiere in Badehäusern – sowohl in Europa als auch in Ländern des Orients.
In den europäischen Badestuben verrichteten sie verschiedene Tätigkeiten rund um Hygiene und Pflege. Auch Badeknechte, Wundärzte bzw. Barbierchirurgen und Krankenpfleger wurden als Balbierer genannt. Zu ihrem Aufgabenbereich gehörten unter anderem das Zähneziehen, der Aderlass und die Verabreichung von Klistieren.
In der Neuzeit wandelte sich das Berufsbild zum Herrenfriseur, mit Fokus auf Frisuren und Rasur gleichermaßen. Im 20. Jahrhundert verschwand diese Berufsform in Europa fast vollständig. Ab ca. 2010 kehrt der klassische Barbershop-Stil zurück. In der Szene moderner Barbiere findet man meist die englischen Termini: Barber für den Barbier und Barbershop für dessen Salon.
Schon im 8. Jahrhundert war der Barbier im mittelalterlichen Europa bekannt. Er wurde als rasator (Rasierer) oder sanguinator (Aderlasser) bezeichnet. In einer um 1284 verfassten Bestimmung über die zunftmäßig organisierten Barbiere Venedigs erhielten sie offizielle Handwerksregeln. Dieses schloss Aderlass, Zahnbehandlungen und Zahnentfernung mit ein. Ein Kunstwerk aus dem 13. Jh. an der Kirche San Marco zeigt Barbiere beim Arbeiten am Bart und Gebiss.
Barbiere (oder Bartscherer) entstanden wohl aus dem Beruf der Bader und spezialisierten sich auf bestimmte Aufgaben. Eine frühe Erwähnung findet sich 1397 in einem Amtsbrief in Köln. Barbierzünfte sind ab Mitte des 15. Jahrhunderts in den Hansestädten belegt: 1457 in Danzig, 1480 in Lübeck, 1486 in Hamburg.
Barbiere wurden auch Trockenscherer genannt, da sie – im Gegensatz zu Bademeistern – kein Warmbad anboten. Weil in Bädern beide Geschlechter unbekleidet waren, begünstigte dies die Ausbreitung von Krankheiten. Bader standen im Ruf, unrein zu arbeiten. Barbiere schnitten Haare, rasierten trocken und behandelten Wunden. Viele von ihnen nutzten Bücher zur Weiterbildung und zogen Zähne, machten Aderlass, stellten Salben her oder behandelten Knochenbrüche.
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