Warum Gefühlskompetenz für Kinder so wichtig ist
Warum Gefühlskompetenz für Kinder so wichtig ist
Jeder der Kinder hat weiß wie schwierig es manchmal sein kann wenn die kleinen ihre Emotionen nicht richtig ausdrücken können. Ein Wutanfall im Supermarkt oder Tränen ohne erkennbaren Grund gehören zum Alltag vieler Eltern. Aber warum ist es eigentlich so wichtig das Kinder lernen mit ihren Gefühlen umzugehen?
Gefühlskompetenz ist viel mehr als nur zu wissen ob man gerade traurig oder fröhlich ist. Es geht darum seine eigenen Emotionen zu erkennen, zu verstehen und auch angemessen damit umgehen zu können. Kinder die diese Fähigkeit entwickeln haben es später im Leben deutlich einfacher. Sie können besser mit Stress umgehen, haben stabilere Freundschaften und sind insgesamt zufriedener.
In der Schule zum Beispiel macht sich das sehr bemerkbar. Ein Kind das frustriert ist weil eine Aufgabe zu schwer erscheint aber gelernt hat mit diesem Gefühl umzugehen wird nicht sofort aufgeben. Es kann seine Frustration erkennen, vielleicht kurz durchatmen und es dann nochmal versuchen oder um Hilfe bitten. Das ist eine wichtige Kompetenz fürs ganze Leben.
Auch in sozialen Situationen spielt Gefühlskompetenz eine riesen Rolle. Kinder müssen lernen die Emotionen anderer zu erkennen und darauf zu reagieren. Wenn ein Freund traurig ist sollte man das merken und vielleicht trösten. Wenn jemand wütend ist muss man verstehen das es besser ist erstmal Abstand zu halten. Diese sozialen Fähigkeiten entwickeln sich nicht von alleine sondern müssen geübt werden.
Was viele Eltern unterschätzen ist das Kinder durch Beobachtung lernen. Wenn wir als Erwachsene unsere eigenen Gefühle unterdrücken oder unangemessen reagieren lernen die Kinder genau das. Deshalb ist es wichtig selbst ein gutes Vorbild zu sein auch wenn das manchmal echt schwer fällt.
Die gute Nachricht ist das man Gefühlskompetenz trainieren kann. Schon kleine Übungen im Alltag helfen dabei. Über Gefühle sprechen, Emotionen benennen und auch mal zulassen das negative Gefühle da sein dürfen ohne sie sofort weg machen zu wollen. Das alles trägt dazu bei das Kinder emotional kompetenter werden.
Studien zeigen auch das Kinder mit guter Gefühlskompetenz weniger anfällig für psychische Probleme sind. Sie können besser mit Rückschlägen umgehen und entwickeln seltener Ängste oder Depressionen. Das ist doch ein ziemlich guter Grund sich als Eltern mit diesem Thema zu beschäftigen oder?
Letztendlich geht es darum unseren Kindern Werkzeuge mit zu geben für ein glückliches Leben. Gefühle gehören zum Menschsein dazu und je besser wir mit ihnen umgehen können desto besser kommen wir durchs Leben. Deshalb lohnt es sich wirklich die Zeit zu investieren und gemeinsam mit den Kindern an ihrer emotionalen Entwicklung zu arbeiten. Es ist eine Investition die sich garantiert auszahlt.
Die vier Säulen der emotionalen Intelligenz verstehen
Die vier Säulen der emotionalen Intelligenz verstehen
Als Eltern wollen wir natürlich das beste für unsere Kinder, aber oft vergessen wir dabei wie wichtig die emotionale Intelligenz eigentlich ist. Ich hab selbst lange gebraucht um zu verstehen, dass es nicht nur um gute Noten in der Schule geht sondern auch darum, wie unsere Kinder mit ihren Gefühlen umgehen können.

Die emotionale Intelligenz besteht aus vier wichtigen Säulen die alle zusammen spielen. Die erste Säule ist die Selbstwahrnehmung. Das bedeutet dass Kinder lernen müssen ihre eigenen Gefühle zu erkennen und zu benennen. Wenn mein Sohn zum Beispiel wütend ist, muss er erstmal verstehen das er wütend ist und nicht einfach nur schlecht gelaunt. Das klingt einfacher als es ist, denn viele Erwachsene können das ja selbst nicht richtig.
Die zweite Säule ist die Selbstregulierung. Hier gehts darum die eigenen Emotionen zu kontrollieren und nicht einfach auszurasten wenn was nicht klappt. Meine Tochter hatte früher immer Wutanfälle wenn sie beim Spielen verloren hat. Durch Übung und Geduld hat sie gelernt damit besser umzugehen, auch wenn es manchmal noch schwierig ist.
Als drittes kommt die soziale Kompetenz dazu. Kinder müssen lernen wie sie mit anderen Menschen umgehen, wie sie Freundschaften pflegen und Konflikte lösen. In der heutigen Zeit wo viele Kinder nur noch am Handy hängen ist das besonders wichtig geworden. Echte Gespräche führen, Körpersprache verstehen und Empathie zeigen sind Fähigkeiten die man üben muss.
Die vierte Säule ist dann die Beziehungsfähigkeit. Das heißt nicht nur Beziehungen aufbauen sondern auch halten zu können. Kinder lernen dadurch wie man Kompromisse eingeht, wie man verzeihen kann und wie wichtig Vertrauen ist.
Für uns Eltern bedeutet das konkret, dass wir unseren Kindern helfen müssen diese vier Bereiche zu entwickeln. Wir können das im Alltag machen indem wir mit ihnen über Gefühle sprechen, ihnen Raum geben für ihre Emotionen und selbst ein gutes Vorbild sind. Individuell, vertraulich, wertschätzend – so läuft unsere Einzeltherapie. Wenn ich selbst ausraste weil der Kaffee verschüttet wurde kann ich nicht erwarten dass mein Kind ruhig bleibt wenn ihm was runter fällt.
Es ist ein langer Prozess und es wird nicht immer alles perfekt laufen. Aber wenn wir verstehen wie diese vier Säulen funktionieren und zusammen hängen können wir unsere Kinder viel besser unterstützen. Am Ende geht es darum starke, selbstbewusste Menschen zu erziehen die mit ihren Gefühlen umgehen können und gute Beziehungen führen können.
Gefühle erkennen und benennen: Praktische Übungen für den Alltag
Gefühle erkennen und benennen: Praktische Übungen für den Alltag
Als Eltern wollen wir natürlich das unsere Kinder emotional kompetent werden, aber oft wissen wir nicht genau wie wir das im hektischen Alltag umsetzen sollen. Dabei ist es garnicht so schwierig, wenn man ein paar einfache Übungen kennt und regelmäßig anwendet.
Eine der wichtigsten Sachen ist erstmal, dass wir selbst unsere eigenen Gefühle benennen können. Kinder lernen ja vor allem durch Nachahmung, und wenn wir ständig nur sagen dass alles okay ist obwohl wir gestresst oder traurig sind, lernen sie das Gefühle versteckt werden müssen. Deshalb ist es hilfreich wenn man laut ausspricht was man fühlt: Ich bin grade richtig genervt weil der Verkehr so schlimm war oder Ich freue mich total dass du mir hilfst.
Im Alltag gibt es viele Gelegenheiten zum üben. Beim Bilderbücher anschauen kann man zum Beispiel fragen: Wie fühlt sich der Hase wohl grade? Warum ist die Maus traurig? Das hilft Kindern die Mimik und Körpersprache zu deuten. Auch beim Fernsehen kann man zwischendurch die Pause-Taste drücken und über die Gefühle der Charaktere sprechen.

Ein Gefühls-Tagebuch kann auch sehr nützlich sein, muss aber nicht kompliziert sein. Manchmal reicht es schon wenn das Kind abends ein Gesicht malt - fröhlich, traurig, wütend - und kurz erzählt warum. Bei kleineren Kindern funktionieren auch Gefühls-Karten gut, wo verschiedene Emotionen abgebildet sind und sie zeigen können wie sie sich fühlen.
Was mir persönlich sehr geholfen hat ist die Ampel-Methode. Rot bedeutet ich bin sehr wütend oder aufgeregt, gelb heißt ich bin ein bisschen unwohl, und grün ist alles gut. Meine Kinder können so schnell zeigen wie es ihnen geht, auch wenn sie grade nicht die richtigen Worte finden.
Wichtig ist auch das wir alle Gefühle zulassen und nicht bewerten. Es gibt keine schlechten Gefühle, nur unangenehme. Wenn mein Sohn wütend ist, sage ich nicht Du brauchst nicht wütend sein, sondern Ich sehe dass du wütend bist, das ist okay. Was können wir tun damit es dir besser geht? So lernt er das seine Gefühle valide sind, aber er trotzdem Verantwortung für sein Handeln übernehmen muss.
Eine Übung die bei uns gut funktioniert ist das Wetter-Spiel. Jeder darf morgens sagen welches Wetter er in sich spürt - Sonnenschein, Wolken, Gewitter, Nebel. Das macht es spielerisch und nimmt den Druck raus.
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Auch Körperwahrnehmung ist total wichtig. Wo spürst du die Wut? Im Bauch? In den Händen? Kinder müssen lernen das Gefühle auch körperliche Empfindungen sind. Manchmal machen wir zusammen einen Body-Scan, wo jeder kurz in sich hinein hört und sagt was er wo spürt.
Man sollte nicht erwarten das alles sofort klappt. Gefühlskompetenz entwickelt sich über Jahre hinweg und selbst wir Erwachsene haben manchmal Schwierigkeiten unsere Emotionen zu verstehen. Wichtig ist einfach dran zu bleiben und die kleinen Momente im Alltag zu nutzen. Es muss keine extra Zeit eingeplant werden, sondern kann beim Essen, im Auto oder vor dem Schlafengehen passieren.
Manchmal hilft es auch kreativ zu werden. Malen, tanzen, Musik machen - alles Wege wie Kinder ihre Gefühle ausdrücken können wenn Worte noch schwer fallen. Meine Tochter hat zum Beispiel eine Wut-Ecke wo sie wild malen darf wenn sie sauer ist.
Je früher wir anfangen mit unseren Kindern über Gefühle zu sprechen, desto leichter wird es für sie später im Leben. Sie werden besser Konflikte lösen können, Empathie entwickeln und psychisch gesünder sein. Und das beste ist: Wir lernen dabei auch noch was über uns selbst.
Wie Eltern als emotionale Vorbilder wirken
Wie Eltern als emotionale Vorbilder wirken
Kinder lernen nicht nur durch das was wir ihnen sagen, sondern vor allem durch das was sie bei uns beobachten. Das gilt besonders für den Umgang mit Gefühlen. Als Eltern sind wir die wichtigsten emotionalen Vorbilder für unsere Kinder, auch wenn uns das nicht immer bewusst ist.

Wenn ein Kind sieht wie Mama oder Papa mit Frust umgeht, prägt sich das tief ein. Reagieren wir gelassen wenn etwas schief geht oder rasten wir gleich aus? Kinder speichern diese Muster ab und übernehmen sie oft unbewusst. Deshalb ist es so wichtig dass wir uns unserer eigenen emotionalen Reaktionen bewusst werden.
Natürlich müssen Eltern nicht perfekt sein. Im Gegenteil, es ist sogar wichtig das Kinder sehen dass auch Erwachsene mal traurig, wütend oder frustriert sind. Entscheidend ist aber wie wir damit umgehen.
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Ein praktisches Beispiel: Statt einfach nur laut zu werden wenn uns etwas ärgert können wir sagen Ich bin grade richtig wütend weil das jetzt schon das dritte mal ist. Damit zeigen wir dem Kind dass Wut okay ist, aber das es wichtig ist sie in Worte zu fassen.
Auch der Umgang mit Stress ist ein wichtiger Lernbereich. Hetzen wir ständig von einem Termin zum nächsten ohne Pause? Oder nehmen wir uns bewusst Zeit zum durchatmen? Kinder beobachten genau wie wir mit Belastungen umgehen und entwickeln ähnliche Strategien.
Besonders wertvoll ist es wenn Eltern auch über ihre eigenen Gefühle sprechen. Ich bin heute ein bisschen traurig weil Oma krank ist hilft Kindern zu verstehen das alle Menschen verschiedene Emotionen haben und das es normal ist darüber zu reden.
Manchmal machen wir als Eltern Fehler im Umgang mit unseren Gefühlen. Auch das ist eine Chance. Wenn wir uns entschuldigen können und erklären was wir beim nächsten Mal anders machen möchten, lernen Kinder das Fehler menschlich sind und man daran wachsen kann.
Die Vorbildfunktion bedeutet nicht das wir unsere Gefühle verstecken müssen. Authentizität ist wichtiger als Perfektion. Kinder brauchen echte Menschen als Vorbilder, keine emotionalen Roboter die immer nur funktionieren.
Umgang mit schwierigen Gefühlen: Wut, Angst und Trauer begleiten
Umgang mit schwierigen Gefühlen: Wut, Angst und Trauer begleiten
Als Eltern stehen wir oft vor der Herausforderung, unsere Kinder durch emotionale Stürme zu begleiten. Besonders die sogenannten schwierigen Gefühle wie Wut, Angst und Trauer bringen uns manchmal an unsere Grenzen. Aber gerade diese Emotionen sind wichtig für die Entwicklung unserer Kinder und müssen einen Platz haben dürfen.
Wenn ein Kind wütend ist, reagieren viele Eltern erstmal mit Ablehnung oder versuchen das Kind schnell zu beruhigen. Aber Wut ist ein völlig normales Gefühl und zeigt oft das ein Bedürfnis nicht erfüllt wurde oder eine Grenze überschritten wurde. Statt zu sagen Jetzt beruhig dich mal können wir besser versuchen die Wut anzuerkennen. Sätze wie Ich sehe das du richtig wütend bist helfen dem Kind sich verstanden zu fühlen. Natürlich müssen trotzdem Grenzen gesetzt werden wenn das Kind andere schlägt oder Sachen kaputt macht, aber die Emotion selbst darf da sein.

Bei Angst ist es ähnlich. Kinder haben vor vielen Dingen Angst die uns Erwachsenen vielleicht albern vorkommen - Monster unterm Bett, der erste Kindergartentag oder Gewitter. Wenn wir diese Ängste klein reden mit Sätzen wie Da brauchst du doch keine Angst haben fühlt sich das Kind nicht ernst genommen. Besser ist es die Angst zu validieren und gleichzeitig Sicherheit zu geben. Man kann zum Beispiel sagen Ich verstehe das du Angst hast, aber ich bin bei dir und passe auf dich auf.
Trauer wird in unserer Gesellschaft oft noch schwieriger behandelt als andere Gefühle. Viele Menschen sind unsicher im Umgang mit Trauer, auch bei Kindern. Wenn das geliebte Haustier stirbt oder die Oma nicht mehr da ist, brauchen Kinder Raum zum trauern. Sie müssen weinen dürfen so lange sie möchten. Manchmal trauern Kinder auch über Dinge die uns unwichtig erscheinen - ein kaputtes Spielzeug oder ein verlorener Stein. Aber für das Kind hat es Bedeutung und diese Gefühle sind echt.
Ein wichtiger Punkt beim begleiten dieser Gefühle ist unsere eigene Haltung. Kinder spüren genau wenn wir selbst unsicher sind oder bestimmte Emotionen ablehnen. Deshalb ist es wichtig das wir uns auch mit unseren eigenen schwierigen Gefühlen auseinandersetzen. Wie gehen wir selbst mit Wut um? Dürfen wir selbst traurig sein oder versuchen wir es zu unterdrücken?
Praktisch können wir unseren Kindern helfen indem wir Gefühle benennen. Schon kleine Kinder können lernen zwischen verschiedenen Emotionen zu unterscheiden wenn wir ihnen die Worte dafür geben. Du bist traurig weil... oder Das macht dich wütend, oder? hilft Kindern ihre innere Welt zu verstehen.
Auch Rituale können hilfreich sein. Bei Trauer kann man zusammen ein Bild malen oder eine Kerze anzünden. Bei Wut kann ein Wutkissen helfen oder stampfen. Bei Angst können Kuscheltiere oder eine Taschenlampe Sicherheit geben.
Wichtig ist auch zu verstehen das starke Gefühle Zeit brauchen. Ein Kind kann nicht auf Knopfdruck aufhören zu weinen oder wütend zu sein. Manchmal müssen wir einfach aushalten und da sein, ohne zu versuchen das Gefühl weg zu machen. Das ist nicht immer leicht, besonders wenn wir gestresst sind oder in der Öffentlichkeit stehen.
Letztendlich lernen Kinder durch unsere Begleitung das alle Gefühle okay sind und das sie auch mit schwierigen Emotionen umgehen können. Das ist eine Fähigkeit die sie ihr ganzes Leben brauchen werden und die wir ihnen mit Geduld und Verständnis mitgeben können.
Empathie fördern: Mitgefühl im Familienalltag entwickeln
Empathie fördern: Mitgefühl im Familienalltag entwickeln
Empathie ist eine der wichtigsten Fähigkeiten, die wir unseren Kindern mitgeben können. Es geht dabei nicht nur darum, nett zu sein, sondern wirklich zu verstehen, wie sich andere Menschen fühlen. Im hektischen Familienalltag vergessen wir das manchmal, aber gerade dort gibt es so viele Gelegenheiten, Mitgefühl zu üben.
Wenn man ehrlich ist, fängt Empathie bei uns Eltern an. Kinder lernen hauptsächlich durch Beobachtung, und wenn wir selber im Stress sind und keine Geduld haben, können wir kaum erwarten das unsere Kinder einfühlsam reagieren.
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Ein guter Anfang ist es, die Gefühle der Kinder ernst zu nehmen, auch wenn sie uns manchmal übertrieben vorkommen. Wenn der Vierjährige weint, weil sein Turm umgefallen ist, bringt es nichts zu sagen Ist doch nicht so schlimm. Für ihn ist es in diesem Moment wirklich schlimm. Besser ist es, das Gefühl zu benennen: Du bist jetzt richtig traurig, weil dein Turm kaputt ist, oder? So lernen Kinder, ihre eigenen Emotionen zu verstehen, und das ist die Grundlage für Empathie.
Im Alltag gibt es viele kleine Momente, wo man Empathie üben kann. Beim Einkaufen kann man zum Beispiel sagen: Schau mal, die Frau da sieht müde aus, vielleicht hatte sie einen anstrengenden Tag. Oder wenn ein anderes Kind auf dem Spielplatz weint: Wie würdest du dich fühlen, wenn dir das passieren würde? Solche Fragen regen zum Nachdenken an.
Auch Geschwisterstreit sind gute Übungsfelder, auch wenn sie nervig sind. Statt einfach zu schimpfen, kann man beide Seiten anhören und helfen, die Perspektive des anderen zu verstehen. Dein Bruder ist sauer, weil du sein Spielzeug genommen hast ohne zu fragen. Wie hättest du dich gefühlt? Das braucht natürlich Zeit und Geduld, die man nicht immer hat, aber es lohnt sich.
Geschichten und Bücher sind auch super Hilfsmittel. Wenn man zusammen liest, kann man über die Gefühle der Charaktere sprechen. Warum ist der Junge wohl traurig? oder Was meinst du, wie sich die Mama jetzt fühlt? Das macht Spaß und schult gleichzeitig das Einfühlungsvermögen.
Wichtig ist auch, dass Kinder lernen, dass alle Menschen unterschiedlich sind und verschiedene Bedürfnisse haben. Oma kann vielleicht nicht mehr so gut hören, deshalb muss man lauter sprechen. Der kleine Cousin mag keine Umarmungen, das muss man respektieren. Solche Unterschiede zu erkennen und darauf einzugehen ist praktische Empathie.
Manchmal machen wir Eltern auch Fehler und reagieren ungerecht oder zu harsch. Das ist normal, wir sind auch nur Menschen. Aber genau diese Momente kann man nutzen, um Empathie vorzuleben. Sich zu entschuldigen und zu sagen Tut mir leid, ich war gestresst und hab nicht richtig zugehört zeigt Kindern, dass auch Erwachsene Fehler machen und das es wichtig ist, Verantwortung dafür zu übernehmen.
Ein weiterer Aspekt ist, Kinder zu ermutigen, anderen zu helfen. Wenn jemand hingefallen ist, kann man fragen: Möchtest du schauen, ob es ihm gut geht? Oder beim Tischdecken: Kannst du für Papa auch einen Löffel holen? Solche kleinen Handlungen stärken das Gefühl, für andere da zu sein.
Empathie entwickelt sich nicht von heute auf morgen. Es ist ein langer Prozess, der Übung braucht. Manche Kinder sind von Natur aus einfühlsamer, andere brauchen mehr Anleitung. Das ist völlig okay. Wichtig ist, dass wir als Eltern dranbleiben und immer wieder Gelegenheiten schaffen, wo Mitgefühl geübt werden kann.
Letztendlich profitieren alle davon, wenn in einer Familie Empathie gelebt wird. Das Zusammenleben wird harmonischer, Konflikte lassen sich besser lösen, und Kinder entwickeln soziale Kompetenzen, die ihnen ihr ganzes Leben helfen werden. Es lohnt sich also, im manchmal chaotischen Familienalltag bewusst Räume für Mitgefühl zu schaffen.
Altersgerechte Strategien zur Emotionsregulation
Altersgerechte Strategien zur Emotionsregulation
Wenn es um die Entwicklung von Gefühlskompetenz bei Kindern geht, ist es wichtig das Eltern verstehen, dass jedes Alter unterschiedliche Ansätze braucht. Kleine Kinder können ihre Emotionen noch nicht so gut kontrollieren wie ältere, deshalb müssen wir als Eltern unsere Strategien anpassen.
Bei Kleinkindern zwischen zwei und vier Jahren funktioniert Ablenkung oft am besten. Wenn mein Sohn einen Wutanfall hatte weil er nicht mehr spielen durfte, habe ich versucht seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken. Manchmal hat das geklappt manchmal nicht. In diesem Alter ist es auch wichtig die Gefühle zu benennen - Du bist jetzt wütend weil... Das hilft den Kindern überhaupt erst mal zu verstehen was da in ihnen vorgeht.
Für Kindergartenkinder ab vier Jahre kann man schon mehr erklären. Hier können einfache Atemübungen helfen oder das Kuscheltier fest drücken wenn man traurig ist. Manche Kinder mögen es auch wenn man zusammen bis zehn zählt bevor man reagiert. Wichtig ist das die Strategien spielerisch sind und nicht wie eine Pflicht wirken.
Schulkinder ab sechs Jahren verstehen schon komplexere Zusammenhänge. Mit ihnen kann man darüber reden warum bestimmte Situationen bestimmte Gefühle auslösen. Sie können lernen ihre Gedanken zu beobachten und zu hinterfragen. Wenn meine Tochter Angst vor einer Klassenarbeit hatte haben wir zusammen überlegt was im schlimmsten Fall passieren könnte und das es gar nicht so schlimm wäre.
Bei Jugendlichen wird es nochmal schwieriger weil sie oft nicht mehr so offen mit uns reden wollen. Hier ist es wichtig das wir als Eltern trotzdem da sind und Angebote machen ohne zu drängen. Journaling oder Sport können gute Ventile sein für starke Emotionen. Digitale Kindheit: Psychologische Begleitung neu gedacht . Manchmal hilft es auch wenn Jugendliche mit Freunden oder anderen Vertrauenspersonen reden können.
Ein großer Fehler den viele Eltern machen ist zu erwarten das Kinder Strategien sofort perfekt umsetzen. Das braucht Zeit und Übung. Auch wir Erwachsene schaffen es ja nicht immer unsere Emotionen gut zu regulieren. Deshalb ist Geduld so wichtig und auch das wir als Vorbild dienen. Wenn ich selbst gestresst bin und rumschreie kann ich nicht erwarten das mein Kind ruhig bleibt.
Manchmal muss man auch verschiedene Strategien ausprobieren bis man die richtige findet. Was bei einem Kind funktioniert klappt beim anderen überhaupt nicht. Das ist völlig normal und okay. Der Schlüssel liegt darin aufmerksam zu beobachten was dem eigenen Kind hilft und was nicht.
Letztendlich geht es darum den Kindern Werkzeuge an die Hand zu geben mit denen sie durchs Leben kommen. Perfekt wird niemand sein aber wenn unsere Kinder lernen mit ihren Gefühlen umzugehen anstatt von ihnen überwältigt zu werden haben wir schon viel erreicht.
Häufige Fehler vermeiden: Was Gefühlsentwicklung blockiert
Häufige Fehler vermeiden: Was Gefühlsentwicklung blockiert
Wenn es um die emotionale Entwicklung unserer Kinder geht, machen wir Eltern oft Fehler ohne es zu merken. Manchmal sind es genau die Dinge, die wir in bester Absicht tun, die unsere Kinder daran hindern ihre Gefühlskompetenz richtig zu entwickeln.
Ein großer Fehler ist es, wenn wir die Gefühle unserer Kinder einfach wegreden wollen. Sätze wie „Das ist doch nicht so schlimm oder „Jetzt stell dich nicht so an hören sich vielleicht harmlos an, aber sie sagen dem Kind eigentlich das seine Gefühle nicht wichtig oder sogar falsch sind. Kinder lernen dadurch nicht mit ihren Emotionen umzugehen, sondern sie zu unterdrücken.
Auch die Unterscheidung zwischen „guten und „schlechten Gefühlen ist problematisch. Viele Eltern loben ihre Kinder wenn sie fröhlich sind, aber reagieren genervt oder ungeduldig bei Wut oder Traurigkeit. Dabei sind alle Gefühle erstmal normal und wichtig. Ein Kind muss lernen dürfen das auch unangenehme Emotionen okay sind.
Ein weiterer häufiger Fehler passiert wenn wir unsere eigenen Gefühle vor den Kindern verstecken. Manche Eltern denken sie müssen immer stark sein und dürfen keine Schwäche zeigen. Aber Kinder brauchen Vorbilder die zeigen wie man mit verschiedenen Gefühlen umgeht – auch mit schwierigen. Wenn Papa nie weint oder Mama nie zugibt das sie Angst hat, wie sollen Kinder dann lernen mit diesen Emotionen umzugehen?
Manchmal wollen wir auch zu schnell Lösungen anbieten. Das Kind ist traurig weil ein Freund gemein war, und wir sagen sofort „Dann spiel halt mit jemand anderem. Dabei braucht das Kind vielleicht erstmal nur jemanden der zuhört und das Gefühl ernst nimmt, bevor es überhaupt an Lösungen denken kann.
Zu viel Ablenkung ist ebenfalls ein Problem. Wenn das Kind weint und wir sofort mit Spielzeug oder Süßigkeiten kommen um es abzulenken, lernt es nicht seine Gefühle durchzuleben und zu verarbeiten. Natürlich ist Ablenkung manchmal hilfreich, aber nicht als Standard-Strategie.
Manche Eltern vergleichen ihre Kinder auch ständig mit anderen. „Dein Bruder war nie so ängstlich oder „Die anderen Kinder weinen nicht so viel – solche Aussagen helfen überhaupt nicht. Jedes Kind ist anders und hat sein eigenes Tempo bei der emotionalen Entwicklung.
Ein Problem ist auch wenn wir unsere eigenen unverarbeiteten Themen auf die Kinder übertragen. Wenn wir selbst nie gelernt haben mit Wut umzugehen, reagieren wir vielleicht besonders heftig wenn unser Kind wütend ist. Oder wir projezieren unsere eigenen Ängste auf das Kind.
Zu hohe Erwartungen können die Gefühlsentwicklung ebenfalls blockieren. Nicht jedes Kind kann seine Emotionen mit fünf Jahren schon perfekt benennen und regulieren. Manche brauchen länger und das ist völlig normal.
Wichtig ist auch das wir nicht vergessen sollten das Kinder von uns lernen. Wenn wir selbst bei jedem kleinen Problem ausrasten oder nie über unsere Gefühle sprechen, können wir nicht erwarten das unsere Kinder es besser machen.
Am Ende geht es darum ein Umfeld zu schaffen wo alle Gefühle sein dürfen, wo zugehört wird und wo Kinder lernen können ihre Emotionen zu verstehen ohne Angst oder Scham haben zu müssen. Das ist nicht immer einfach und wir werden alle Fehler machen – aber wenn wir uns dessen bewusst sind können wir daran arbeiten.