Die emotionale Welt von Scheidungskindern verstehen
Die emotionale Welt von Scheidungskindern verstehen
Wenn Eltern sich trennen, bricht für Kinder oft eine ganze Welt zusammen. Die emotionale Belastung die Scheidungskinder durchmachen ist enorm und wird manchmal von Erwachsenen unterschätzt. Um diese Kinder richtig begleiten zu können, müssen wir erst mal verstehen was in ihnen vorgeht.
Kinder erleben eine Trennung ganz anders als Erwachsene. Während die Eltern vielleicht schon lange mit Problemen gekämpft haben und die Scheidung als Lösung sehen, kommt für viele Kinder die Nachricht völlig überraschend. Sie fühlen sich oft hilflos und haben das Gefühl keine Kontrolle über ihr eigenes Leben zu haben. Alles was bisher sicher und vertraut war, wird plötzlich in Frage gestellt.
Ein großes Problem ist das Schuldgefühle. Viele Kinder denken das sie irgendwie schuld an der Trennung sind. Besonders jüngere Kinder können noch nicht richtig zwischen Ursache und Wirkung unterscheiden und glauben vielleicht dass Papa weggegangen ist weil sie nicht brav waren oder schlechte Noten hatten. Diese irrationalen Ängste müssen ernst genommen werden.
Die Gefühlswelt von Scheidungskindern ist oft wie eine Achterbahnfahrt. An einem Tag sind sie wütend auf beide Elternteile, am nächsten Tag unendlich traurig. Manche Kinder ziehen sich zurück und werden still, andere reagieren mit Aggression oder Verhaltensauffälligkeiten in der Schule. Es gibt kein richtig oder falsch bei diesen Reaktionen - jedes Kind verarbeitet die Situation auf seine eigene Weise.
Loyalitätskonflikte sind auch ein großes Thema. Kinder lieben beide Elternteile und wollen keinen von beiden verletzen. Wenn sie merken das die Eltern sich gegenseitig schlecht machen oder sie sich für eine Seite entscheiden müssen, zerreißt es sie innerlich. Sie stehen zwischen den Fronten und wissen nicht wohin mit ihren Gefühlen.
Ängste spielen eine zentrale Rolle. Die Angst verlassen zu werden, die Angst das sich noch mehr verändert, die Angst vor der Zukunft. Wenn schon Mama und Papa sich nicht mehr lieb haben, was ist dann noch sicher im Leben? Diese existenziellen Fragen beschäftigen auch kleine Kinder, auch wenn sie es nicht immer in Worte fassen können.
Wichtig ist auch zu verstehen das die emotionale Verarbeitung Zeit braucht. Es ist kein linearer Prozess wo es jeden Tag ein bisschen besser wird. Es gibt Rückschläge und Phasen wo alte Gefühle wieder hochkommen. Manchmal zeigen sich emotionale Probleme auch erst Jahre später in der Pubertät oder beim Eingehen eigener Beziehungen.
Um Scheidungskinder wirklich zu verstehen müssen wir ihnen zuhören ohne zu urteilen. Wir müssen ihre Gefühle ernst nehmen auch wenn sie uns manchmal übertrieben vorkommen. Und wir müssen akzeptieren das Kinder ihre eigene Wahrheit haben die sich von der Sicht der Eltern unterscheiden kann.

Die emotionale Welt dieser Kinder ist komplex und manchmal widersprüchlich. Aber wenn wir uns die Zeit nehmen hinzuschauen und wirklich zu verstehen versuchen was in ihnen vorgeht, können wir ihnen die Unterstützung geben die sie brauchen um diese schwierige Zeit zu überstehen.
Altersgerechte Kommunikation über die Trennung
Altersgerechte Kommunikation über die Trennung
Wenn Eltern sich trennen, ist das für Kinder immer eine schwierige Situation. Dabei spielt es eine große Rolle wie man mit den Kindern über die Trennung spricht. Jedes Alter braucht eine andere Art der Kommunikation und das ist vielen Eltern garnicht so bewusst.
Kleine Kinder im Kindergartenalter verstehen noch nicht so viel von komplexen Beziehungen. Sie brauchen einfache Erklärungen ohne viele Details. Man sollte ihnen sagen dass Mama und Papa sich nicht mehr so gut verstehen aber beide das Kind immer noch genauso lieb haben wie vorher. Wichtig ist das man konkrete Dinge erklärt, also wo das Kind wohnen wird und wann es den anderen Elternteil sieht. Abstrakte Konzepte können kleine Kinder noch nicht richtig erfassen.
Bei Grundschulkindern kann man schon etwas mehr erklären. Sie verstehen schon besser das Erwachsene manchmal unterschiedliche Wege gehen müssen. Trotzdem sollte man nicht zu viel über die Probleme in der Beziehung erzählen. Kinder sollten nicht das Gefühl bekommen das sie sich für eine Seite entscheiden müssen oder das ein Elternteil schuld ist. In diesem Alter haben Kinder oft Angst das sie selbst schuld an der Trennung sein könnten, deshalb muss man das ganz klar ausschließen.
Teenager brauchen wieder eine andere Herangehensweise. Sie können schon komplexere Zusammenhänge verstehen und merken sowieso meistens wenn etwas nicht stimmt. Mit ihnen kann man ehrlicher über Probleme sprechen aber man sollte trotzdem eine Grenze wahren. Sie sind immer noch die Kinder und sollten nicht zu Vertrauten oder Partnersatz werden. Das ist ein Fehler den viele Eltern machen in ihrer eigenen emotionalen Not.
Generell gilt bei allen Altersgruppen: Man sollte nicht schlecht über den anderen Elternteil reden auch wenn man verletzt oder wütend ist. Kinder lieben beide Eltern und fühlen sich zerrissen wenn sie negative Dinge über Mama oder Papa hören müssen. Ausserdem ist Ehrlichkeit wichtig aber in einem angemessenen Rahmen. Lügen spüren Kinder und das macht alles noch schwieriger.

Ein häufiger Fehler ist auch das man zu viel auf einmal erklärt. Besser ist es die Kinder Fragen stellen zu lassen und dann darauf einzugehen. So bekommen sie nur die Informationen die sie auch wirklich verarbeiten können. Manche Kinder wollen erstmal garnicht so viel wissen und das muss man respektieren.
Die Kommunikation hört nach dem ersten Gespräch nicht auf. Kinder brauchen immer wieder die Möglichkeit nachzufragen und über ihre Gefühle zu sprechen. Manchmal kommen Fragen erst Wochen oder Monate später wenn sie die Situation besser verstehen oder wenn sich etwas in ihrem Alltag ändert.
Wichtig ist auch das beide Eltern möglichst die gleiche Version erzählen damit die Kinder nicht verwirrt werden. Das erfordert das man trotz der Trennung noch miteinander kommunizieren kann was zugegebenermaßen nicht immer einfach ist.
Typische Reaktionen und Verhaltensänderungen erkennen
Typische Reaktionen und Verhaltensänderungen bei Scheidungskindern erkennen
Wenn Eltern sich scheiden lassen, ist das für Kinder immer eine schwierige Situation. Die gewohnte Welt bricht zusammen und nichts ist mehr so wie es war. Dabei zeigen Kinder ganz unterschiedliche Reaktionen, die man als Elternteil oder Bezugsperson kennen sollte um richtig darauf reagieren zu können.
Erstmal muss man sagen dass jedes Kind anders reagiert. Das hängt vom Alter ab, von der Persönlichkeit und auch davon wie die Scheidung abläuft. Manche Kinder werden sehr still und ziehen sich zurück, andere werden aggressiv oder zeigen plötzlich Verhaltensweisen die sie schon längst abgelegt hatten.
Kleine Kinder bis etwa sechs Jahre verstehen oft garnicht richtig was passiert. Sie denken manchmal sie wären schuld an der Trennung, was natürlich totaler Unsinn ist aber für die Kleinen sehr real. Diese Kinder fangen manchmal wieder an ins Bett zu machen obwohl sie schon lange trocken waren, oder sie wollen nicht mehr alleine schlafen. Manche klammern extrem an einem Elternteil.

Schulkinder zwischen sieben und zwölf reagieren oft mit Wut und Traurigkeit. Sie verstehen schon mehr was los ist und fühlen sich hin und hergerissen zwischen den Eltern. In der Schule lassen die Leistungen nach, sie können sich nicht konzentrieren weil sie zuviel im Kopf haben. Manchmal werden sie auch aggressiv gegenüber Mitschülern oder fangen Streit an wo vorher keiner war.
Jugendliche tun manchmal so als wäre ihnen alles egal aber innerlich sind sie oft sehr verletzt. Sie ziehen sich zurück, verbringen viel Zeit alleine im Zimmer oder sind nur noch mit Freunden unterwegs. Manche stürzen sich in die Schule um nicht nachdenken zu müssen, andere lassen komplett nach. Es kann auch sein dass sie anfangen Alkohol zu trinken oder andere riskante Sachen machen.
Typische Warnsignale die man beachten sollte sind zum Beispiel wenn das Kind plötzlich viel weint ohne erkennbaren Grund, oder wenn es Alpträume hat und schlecht schläft. Auch Bauchschmerzen und Kopfschmerzen können psychosomatisch sein, also durch den Stress ausgelöst. Wenn ein Kind sich total verändert in seinem Verhalten sollte man aufmerksam werden.
Manche Kinder versuchen auch die Eltern wieder zusammen zu bringen, sie werden zu kleinen Vermittlern obwohl das garnicht ihre Aufgabe ist. Das ist eine große Belastung für sie. Andere Kinder idealisieren den Elternteil bei dem sie nicht wohnen und machen den anderen schlecht, was die Situation noch schwieriger macht.
Wichtig ist dass man als Erwachsener diese Signale ernst nimmt. Kinder drücken ihre Gefühle oft nicht mit Worten aus sondern durch ihr Verhalten. Wenn man merkt dass etwas nicht stimmt sollte man das Gespräch suchen, auch wenn es schwer fällt. Manchmal hilft auch professionelle Unterstützung durch einen Kinderpsychologen oder Familienberater.
Man darf nicht vergessen dass diese Reaktionen normal sind in so einer Ausnahmesituation. Die Kinder brauchen Zeit um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Mit Geduld, Verständnis und viel Liebe können die meisten Kinder eine Scheidung verarbeiten, auch wenn es seine Zeit dauert.
Stabilität und Sicherheit im Alltag schaffen
Stabilität und Sicherheit im Alltag schaffen für Scheidungskinder

Wenn Eltern sich trennen, bricht für Kinder oft eine ganze Welt zusammen. Alles was vorher sicher und selbstverständlich war, wird plötzlich in Frage gestellt. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Kinder in dieser schwierigen Phase Stabilität und Sicherheit im Alltag erfahren, auch wenn zu Hause vieles anders wird.
Ein geregelter Tagesablauf hilft Kindern enorm dabei, sich in der neuen Situation zurechtzufinden. Feste Essenszeiten, regelmäßige Schlafenszeiten und wiederkehrende Rituale geben ihnen Halt. Auch wenn jetzt zwei Haushalte existieren, sollten Eltern versuchen, manche Abläufe ähnlich zu gestalten. Das bedeutet nicht das alles identisch sein muss, aber gewisse Grundstrukturen sollten erhalten bleiben.
Besonders wichtig ist auch die Verlässlichkeit der Eltern. Wenn Papa sagt er kommt am Samstag um zehn Uhr, dann sollte er auch wirklich kommen. Enttäuschungen können Kinder in dieser Phase besonders schlecht verkraften, weil sie sowieso schon das Gefühl haben, das sich niemand an Absprachen hält. Jede eingehaltene Verabredung stärkt das Vertrauen.
Die Schule und Hobbys sollten möglichst weiterlaufen wie bisher. Hier haben Kinder ihre Freunde, ihre gewohnten Aktivitäten und ein Stück Normalität. Manche Eltern machen den Fehler und ändern zu viel auf einmal - Umzug, neue Schule, andere Stadt.
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Auch kleine Rituale können große Wirkung haben. Das kann die Gute-Nacht-Geschichte sein, das gemeinsame Frühstück am Sonntag oder der wöchentliche Spieleabend.
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Ehrlichkeit spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Kinder spüren wenn etwas nicht stimmt. Man muss ihnen nicht alle Details erzählen, aber sie verdienen altersgerechte, ehrliche Informationen. Wenn sie wissen was passiert und was als nächstes kommt, fühlen sie sich sicherer.
Letztendlich brauchen Kinder vor allem eins: die Gewissheit, dass beide Eltern sie weiterhin lieben und für sie da sind, auch wenn sie nicht mehr zusammen leben. Diese emotionale Sicherheit ist mindestens genauso wichtig wie die äußere Stabilität im Alltag.

Die Beziehung zu beiden Elternteilen fördern
Die Beziehung zu beiden Elternteilen fördern
Wenn Eltern sich trennen oder scheiden lassen, ist es für Kinder oft eine sehr schwierige Zeit. Viele Kinder fühlen sich hin und her gerissen zwischen Mama und Papa, und das kann sehr belastend sein. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Beziehung zu beiden Elternteilen gefördert wird, auch wenn die Erwachsenen nicht mehr zusammen sind.
Kinder brauchen beide Elternteile für ihre gesunde Entwicklung. Jeder Elternteil bringt etwas anderes mit in die Erziehung und hat eine besondere Bindung zum Kind. Wenn ein Kind den Kontakt zu einem Elternteil verliert oder dieser Kontakt schlecht wird, kann das langfristige psychologische Folgen haben. Studien zeigen das Kinder die eine gute Beziehung zu beiden Eltern haben, besser mit der Trennung umgehen können.
Leider passiert es manchmal, dass nach einer Trennung ein Elternteil schlecht über den anderen spricht. Das setzt Kinder unter enormen Druck, weil sie sich dann für eine Seite entscheiden müssen. Kinder lieben aber normalerweise beide Eltern und wollen keinen von beiden verlieren. Wenn sie ständig negative Sachen über Mama oder Papa hören müssen, entwickeln sie oft Schuldgefühle oder glauben sie müssten sich entscheiden.
Es ist wichtig dass Eltern verstehen, dass ihre Partnerschaft zwar zu Ende ist, aber die Elternschaft bleibt für immer. Man kann sich als Paar trennen, aber als Eltern muss man weiterhin zusammenarbeiten. Das bedeutet nicht, dass man beste Freunde sein muss, aber ein respektvoller Umgang ist notwendig für das Wohl der Kinder.
Praktisch bedeutet das zum Beispiel, dass Besuchszeiten zuverlässig eingehalten werden sollten. Wenn Papa sagt er kommt am Samstag, dann sollte er auch kommen. Finanzierung verstehen: Kostenübernahme 2026 erklärt . Kinder warten oft sehnsüchtig auf diese Momente und Enttäuschungen können das Vertrauen stark beschädigen. Auch sollten beide Elternteile versuchen, bei wichtigen Ereignissen wie Geburtstagen oder Schulveranstaltungen dabei zu sein, auch wenn das manchmal unangenehm sein kann.
Die Kommunikation zwischen den Eltern sollte sachlich bleiben und sich auf die Bedürfnisse der Kinder konzentrieren. Streitigkeiten sollten nicht vor den Kindern ausgetragen werden. Kinder haben feine Antennen und merken genau wenn die Stimmung angespannt ist, selbst wenn nicht direkt gestritten wird.
Manchmal hilft es auch wenn Kinder wissen, dass sie mit beiden Eltern über alles reden dürfen. Sie sollten nicht das Gefühl haben, dass sie Geheimnisse bewahren müssen oder dass bestimmte Themen tabu sind. Offene Kommunikation schafft Vertrauen und gibt Kindern Sicherheit in einer Zeit wo vieles unsicher geworden ist.
Es kann auch sinnvoll sein professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn die Situation sehr konfliktreich ist. Familientherapeuten oder Mediatoren können helfen, Lösungen zu finden die für alle Beteiligten funktionieren. Manchmal sieht man vor lauter Verletzung und Wut den Weg nicht mehr und dann ist ein neutraler Blick von außen sehr wertvoll.
Letztendlich geht es darum, dass Kinder spüren dürfen das sie beide Eltern lieben können ohne jemanden zu verraten. Sie brauchen die Erlaubnis von beiden Seiten eine gute Beziehung zum jeweils anderen Elternteil zu haben.
Professionelle Unterstützung: Wann ist sie notwendig?
Professionelle Unterstützung: Wann ist sie notwendig?
Wenn Eltern sich scheiden lassen, ist das für Kinder immer eine schwierige Situation. Viele Eltern fragen sich dann, ob ihr Kind professionelle Hilfe braucht oder ob die Familie das alleine schaffen kann. Diese Frage ist nicht immer einfach zu beantworten, weil jedes Kind anders reagiert.
Grundsätzlich können Eltern erstmal versuchen, ihr Kind selbst durch diese schwere Zeit zu begleiten. Offene Gespräche, viel Zuwendung und klare Strukturen helfen vielen Kindern schon sehr. Aber es gibt Situationen, wo professionelle Unterstützung wirklich notwendig wird.
Ein wichtiges Warnsignal ist, wenn das Kind über längere Zeit sehr traurig ist und sich zurückzieht. Wenn es keine Lust mehr hat auf Dinge die ihm früher Spaß gemacht haben, sollte man aufmerksam werden. Auch wenn die schulischen Leistungen plötzlich stark abfallen, kann das ein Zeichen sein das das Kind überfordert ist.
Manche Kinder entwickeln auch körperliche Symptome wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Schlafprobleme. Wenn solche Beschwerden über mehrere Wochen anhalten und der Kinderarzt keine körperliche Ursache findet, kann eine psychologische Begleitung sinnvoll sein.
Besonders wichtig wird professionelle Hilfe, wenn Kinder aggressiv werden oder sich selbst verletzen. Auch wenn sie anfangen wieder einzunässen obwohl sie schon lange trocken waren, oder wenn sie sich extrem an einen Elternteil klammern und panische Angst haben diesen zu verlieren.
Manchmal merken Eltern auch einfach, dass sie selbst so belastet sind durch die Trennung, dass sie ihr Kind nicht ausreichend unterstützen können. Das ist völlig normal und keine Schande. In solchen Fällen ist es sogar ein Zeichen von Stärke, sich Hilfe zu holen.
Es gibt verschiedene Anlaufstellen für professionelle Unterstützung. Kinderpsychologen und Psychotherapeuten sind speziell ausgebildet für solche Situationen. Auch Erziehungsberatungsstellen bieten oft gute Hilfe an und sind meistens kostenlos. Viele Schulen haben auch Schulpsychologen die weiterhelfen können.
Wichtig ist zu wissen, dass es keine Schwäche ist professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Gegenteil, es zeigt dass man das Wohl des Kindes ernst nimmt.
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Eltern sollten auch auf ihr Bauchgefühl hören. Wenn man das Gefühl hat, das etwas nicht stimmt mit dem Kind, lohnt es sich zumindest mal ein Beratungsgespräch zu führen. Dort kann dann gemeinsam geschaut werden ob weitere Unterstützung nötig ist oder nicht.
Langfristige Begleitung durch verschiedene Entwicklungsphasen
Langfristige Begleitung durch verschiedene Entwicklungsphasen bei Scheidungskindern
Wenn Eltern sich scheiden lassen, ist das für Kinder immer eine schwierige Situation die ihr ganzes Leben beeinflussen kann. Viele denken dass die Trennung der Eltern nur am Anfang schwer ist, aber in Wirklichkeit brauchen Kinder oft über Jahre hinweg Unterstützung. Die Begleitung von Scheidungskindern sollte deshalb nicht nur kurzfristig gedacht werden sondern als langfristiger Prozess über verschiedene Entwicklungsphasen hinweg.
Kleine Kinder im Kindergartenalter reagieren oft mit Ängsten und klammern sich an die Eltern. Sie verstehen noch nicht richtig was passiert und brauchen viel Nähe und Sicherheit. In dieser Phase ist es wichtig das die Kinder merken dass beide Elternteile weiterhin für sie da sind, auch wenn sie nicht mehr zusammen wohnen.
Wenn die Kinder dann in die Grundschule kommen ändern sich die Bedürfnisse wieder. Jetzt verstehen sie mehr von der Situation aber fühlen sich manchmal schuldig oder versuchen die Eltern wieder zusammen zu bringen. Hier brauchen sie Gespräche und die Bestätigung dass sie keine Schuld tragen.
In der Pubertät wird es nochmal ganz anders. Teenager haben sowieso schon mit vielen Veränderungen zu kämpfen und die Scheidung der Eltern kann alte Wunden wieder aufreißen. Manche ziehen sich zurück andere werden rebellisch. Gerade in dieser Phase ist es wichtig das Vertrauenspersonen da sind, ob das nun die Eltern selbst sind oder vielleicht auch ein Therapeut oder Schulpsychologe.
Auch im jungen Erwachsenenalter können plötzlich wieder Themen hochkommen. Wenn die jungen Menschen selber Beziehungen eingehen oder heiraten wollen, stellen sie sich manchmal Fragen über Partnerschaft und haben vielleicht Ängste dass ihre eigene Beziehung auch scheitern könnte.
Deshalb ist es so wichtig dass Eltern und Betreuer verstehen: Die Begleitung von Scheidungskindern ist kein einmaliges Ereignis sondern ein langer Weg. Man muss immer wieder neu hinschauen was das Kind gerade braucht und flexibel bleiben. Manchmal reicht es wenn die Eltern gut kommunizieren und dem Kind Stabilität geben, manchmal braucht es professionelle Hilfe.
Wichtig ist auch das man als Elternteil seine eigenen Probleme nicht auf das Kind überträgt und versucht trotz aller Konflikte mit dem Ex-Partner eine gute Elternebene aufrecht zu erhalten. Das ist nicht immer einfach aber für die langfristige Entwicklung der Kinder absolut entscheidend.
Selbstfürsorge für begleitende Erwachsene
Selbstfürsorge für begleitende Erwachsene bei Scheidungskindern
Wenn Eltern sich trennen oder scheiden lassen ist das für die Kinder eine sehr schwierige Zeit. Aber auch die Erwachsenen die diese Kinder begleiten, sei es Elternteile, Großeltern, Lehrer oder andere Bezugspersonen stehen unter enormen Druck. Oft wird dabei vergessen dass diese begleitenden Personen auch auf sich selbst achten müssen um den Kindern wirklich helfen zu können.
Die Begleitung von Scheidungskindern kostet viel Kraft und Energie. Man muss emotional stabil sein, Geduld haben und oft auch mit schwierigen Situationen umgehen können. Kinder in dieser Phase sind häufig wütend, traurig oder ziehen sich zurück. Das kann für die begleitenden Erwachsenen sehr belastend sein, besonders wenn man selbst direkt von der Trennung betroffen ist wie die Eltern selbst.
Deshalb ist Selbstfürsorge keine Luxus sondern eine Notwendigkeit. Nur wer selbst emotional ausgeglichen ist kann anderen Menschen besonders Kindern in schwierigen Zeiten zur Seite stehen. Das ist wie im Flugzeug wo man zuerst die eigene Sauerstoffmaske aufsetzen soll bevor man anderen hilft.
Was bedeutet konkret Selbstfürsorge in diesem Kontext? Zunächst einmal ist es wichtig die eigenen Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren. Man kann nicht immer für alle da sein und das ist auch okay. Regelmäßige Pausen sind wichtig, auch wenn es nur kurze Momente der Ruhe sind. Ein Spaziergang alleine, eine Tasse Tee in Stille oder einfach mal tief durchatmen können schon helfen.
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Auch der Austausch mit anderen ist wertvoll. Gespräche mit Freunden, einer Selbsthilfegruppe oder auch professionelle Unterstützung durch einen Therapeuten können entlastend wirken. Viele begleitende Erwachsene denken sie müssen alles alleine schaffen aber das stimmt nicht. Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche sondern von Stärke.
Körperliche Gesundheit spielt ebenfalls eine große Rolle. Ausreichend Schlaf gesunde Ernährung und Bewegung helfen dabei psychisch stabil zu bleiben. In stressigen Zeiten vernachlässigt man diese Dinge oft aber gerade dann sind sie besonders wichtig.
Es ist auch wichtig sich bewusst zu machen dass man nicht perfekt sein muss. Fehler passieren und das ist menschlich. Kinder brauchen keine perfekten Erwachsene sondern authentische Menschen die für sie da sind. Wenn man selbst mal einen schlechten Tag hat darf man das auch zeigen, solange man die Verantwortung dafür übernimmt und nicht auf die Kinder abwälzt.
Manchmal hilft es auch sich daran zu erinnern warum man diese Aufgabe übernommen hat. Die Begleitung von Scheidungskindern ist eine wichtige und wertvolle Arbeit. Man kann einen echten Unterschied im Leben dieser Kinder machen und ihnen helfen diese schwierige Phase zu überstehen.
Zusammenfassend kann man sagen dass Selbstfürsorge kein egoistischer Akt ist sondern eine Voraussetzung dafür anderen gut helfen zu können. Wer auf sich selbst achtet hat mehr Ressourcen um Kinder in schwierigen Zeiten zu unterstützen und zu begleiten.