

Die Haarschneideschere ist eine in der Friseurpraxis unverzichtbare Schere. Gefertigt wird sie meist aus rostfreiem Stahl oder korrosionsresistenten Legierungen.
Unterschiede ergeben sich in Größe, Bauform, Klingenart und Einsatzbereich. Ergänzend zur üblichen Friseurschere gibt es verschiedene Spezialscheren wie Effilier-, Modellier-, Slice- und Thermoscheren. Letztere werden vor allem bei langem Haar verwendet, um die Spitzen beim Schneiden zu versiegeln. Für Linkshänder gibt es entsprechende Modelle in Linkshand-Bauweise.
Sie verfügt über Schneiden, ein Scherenschloss oder eine Schraube, sowie zwei Schenkel mit jeweils einem Auge. Optional befindet sich an einem Auge ein Fingerhaken, der sich bei Bedarf entfernen lässt oder fest integriert ist. Dieser Haken erleichtert die Führung und Handhabung beim Schneiden. Je nach Scherenmodell kann auch die Schraube individuell verstellt werden.
Die Schneidblätter können entweder glatt oder mikrozahnt sein. Die Mikrozahnung fixiert die Haare besser beim Schneiden. Glatte Schneiden werden vor allem zum Slicen oder Ausdünnen eingesetzt.
Eine gute Friseurschere muss ergonomisch angepasst sein. Größe und Form der Schere sollten auf den Nutzer abgestimmt sein.
Die traditionelle Form zeigt symmetrische Schenkel und Blätter, mit zentralen Augenpositionen auf beiden Seiten.
Ergonomisch geformte Scheren besitzen unterschiedlich lange oder geformte Schenkel, was eine asymmetrische Augenlage zur Folge hat. Gerade bei langem Einsatz sorgt diese Form für mehr Komfort. Es ist wichtig, zwischen Links- und Rechtshandscheren zu unterscheiden.
Extensions ist ein Verfahren, bei dem zusätzliches Echt- oder Kunsthaar in das eigene Haar integriert wird. Der englische Fachbegriff lautet Extensions. In Deutschland wird diese Dienstleistung meistens durch Friseurbetriebe erbracht, da die Handwerksordnung dies vorsieht. In einigen Bundesländern gibt es Ausnahmeregelungen für nicht‑traditionelle Berufsgruppen zur Haarverlängerung.
Für Hair Extensions gibt es unterschiedliche Qualitätsstufen des Fremdhaars. Unverändertes europäisches Schnitthaar wird am meisten geschätzt. Dieses stammt häufig aus osteuropäischen Ländern wie der Ukraine oder Belarus. Da europäisches Haar rar und teuer ist, setzt die Industrie oft auf indische Lieferungen. Dieses wird zunächst gebleicht und dann eingefärbt, damit es zu europäischen Farbnuancen passt. Dabei wird das Haar zuerst gebleicht, damit es die ursprüngliche Farbe verliert, und dann mit gewöhnlicher Textilfarbe gefärbt. Das Haar behält die Farbe dauerhaft stärker als bei manchen Oxidationsverfahren.
Aus anatomischen Gründen ist indisches Haar anderen Importhaaren oft überlegen. Durch den ähnlichen Querschnitt wirkt das Haar in Extensions natürlicher. Tempelhaar aus indischen Pilgerstätten ist daher ein wichtiger Rohstoff für die Haarindustrie. Daher bezeichnet man dieses Rohmaterial oft als Tempelhaar.
Für qualitative Haarverlängerungen gelten strenge Qualitätskriterien. Zum einen sollte die Ausrichtung der Haare erhalten bleiben, damit Spitzen und Wurzeln einheitlich liegen. Eine intakte Schuppenschicht sorgt für natürliche Schutzfunktionen und verlängerte Lebensdauer. Zum anderen sollte die natürliche Haarfarbe weitestgehend erhalten bleiben, damit das Haar nicht zu viele Farbschichten aufweist. Qualitativ gutes Haar dieser Art wird Remi‑Haar genannt. Selbst qualitativ geringer eingestuftes Haar wird weiterverarbeitet. Dieses ist qualitativ schwächer und entsprechend gekennzeichnet. Bei diesem Haar wird die Schuppenschicht oft in einem Säurebad entfernt, damit es nicht verfilzt oder nach dem Bürsten wie toupiert aussieht. Weil viele indische Frauen Henna statt oxidativer Farbstoffe nutzen, ist dieses Haar oft schwer aufzuhellen. Daher gilt solches Haar als weniger hochwertig.
Frisurenstil bezeichnet die Gestaltung des Kopfhaares. Grundsätzlich kann jedes Haar frisiert werden – sei es menschlich oder tierisch. Am meisten gestalterische Energie wird beim menschlichen Kopfhaar aufgewendet, wodurch sich unterschiedlichste Techniken des Frisierens herausgebildet haben.
Die Art des Haartragens besitzt kulturelle Relevanz in vielen Gesellschaften. Wer sein Haar nicht wunschgemäß oder erwartet tragen kann, erlebt oft soziale Spannung. Insbesondere Frauen sind davon emotional stärker betroffen. Fehlendes Haar lässt sich durch Haarersatz wie Toupets oder medizinische Eingriffe ausgleichen.
Jede Zeit und Kultur bringt eigene Haarstile hervor. Frisuren werden sowohl als Zeichen sozialer Zugehörigkeit als auch bewusster Abgrenzung genutzt.
Der Soldatenzopf in Preußen war im 18. Jahrhundert Pflicht, obwohl er hinderlich war. Der Zopf als Teil der Perückenmode verlor nach 1789 an Akzeptanz. Die Revolution von 1911 in China beendete die gesetzlich vorgeschriebene Männerzopf-Tradition.
Viele Künstler und Prominente nutzen Frisuren als Markenzeichen. Elvis Presley wurde durch seine Tolle berühmt.
Das Styling einer aufwendigen Frisur kann über eine Stunde dauern, weshalb viele Menschen versuchen, ihre Frisur vor Witterung oder Fremdeinwirkung zu bewahren. Um kurzfristige Modetrends mitzumachen, werden oft Perücken eingesetzt, etwa bei historischen Anlässen oder in juristischen Zeremonien. In Irland wurde die seit 1660 bestehende Perückentradition im Jahr 2011 abgeschafft.
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